Verband wirtschaftlich unabhängiger Alters- und Pflegeeinrichtungen Schweiz
 
 
 
 
 
 
 

 

Differenzen in der EL-Revision: Positiv zu vermelden ist, dass die Mietzinsmaxima erhöht werden, voraussichtlich per 2020 auf 1'210 bis 1'370 Franken; plus 250 Franken für die im Haushalt lebende Zweitperson. Negativ ist aber, dass die EL künftig nicht mehr für den ganzen (letzten) Monat ausgerichtet wird, sondern nur bis zum Todestag (Tagesberechnung). Die von senesuisse geforderte Direktüberweisung der EL an die Pflegeheime ist noch immer ein Streitpunkt.

 

Nationalrat ist für höhere Franchisen: Wie von senesuisse empfohlen soll die Eigenverantwortung beim Bezug von Gesundheitsleistungen gesteigert werden. Die tiefste Franchise muss deshalb jeweils um 50 Franken angehoben werden, wenn die Kosten entsprechend steigen. Zudem sollen Wahlfranchisen oder Modelle mit eingeschränkter Arztwahl mindestens für drei Jahre gelten.

 

Ständerat will Vermittlergeschäfte regeln: Verkaufsanrufe von Krankenkassenberatern sollen geregelt sowie überzogene Provisionen für Vermittler von Grundversicherungen verboten werden.

 

Ständerat möchte kostendämpfende Apothekerleistungen vergüten: Leistungen von Apotheken soll die Grundversicherung auch vergüten können, wenn die Apotheken während einer Behandlung keine Medikamente abgeben. Als Beispiel mit Sparpotenzial nannte er die pharmazeutische Betreuung von Patienten in Heimen im Kanton Freiburg.

 

Lohnanalyse zur Prüfung der Gleichstellung: Entgegen dem Willen von senesuisse müssen grössere Unternehmen künftig prüfen, ob sie Männern und Frauen gleich viel zahlen. Die Räte haben sich darauf geeinigt, Unternehmen ab 100 Beschäftigten (ohne Lernende) zu verpflichten. Damit müssen 0,9 Prozent der Unternehmen Lohnanalysen durchführen.