Verband wirtschaftlich unabhängiger Alters- und Pflegeeinrichtungen Schweiz
 
 
 
 
 
 
 

Ende 2017 bezogen 322 800 Personen eine Ergänzungsleistung (EL), gut 16 Prozent der AHV und IV-Rentner und -Rentnerinnen. Gegenüber dem Vorjahr hat der Bestand um 1,3 Prozent zugenommen. Die Zunahme liegt deutlich unter dem jährlichen Durchschnitt von etwa 3 Prozent seit der Jahrtausendwende. Die Ausgaben für die EL, die aus allgemeinen Steuermitteln des Bundes und der Kantone finanziert werden, beliefen sich 2017 auf 4,9 Milliarden Franken und nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Prozent zu. Das ist die tiefste Wachstumsrate seit der Jahrtausendwende. Ein Grund dafür ist ein laufend verbessertes SPITEX-Angebot, welches für weniger oder kürzere Aufenthalte in Pflegeheimen sorgt. In den letzten Jahren gewinnen sogenannte intermediäre Strukturen wie Tages- und Nachtstrukturen zunehmend an Bedeutung. Das betreute Wohnen ist ebenfalls diesen intermediären Strukturen zuzuordnen, womit Eintritte ins Pflegeheim aufgeschoben oder gar vermieden werden.